Republik Zypern
Botschaft der Republik Zypern in Wien

Bevölkerung in den Enklaven


Die erbärmlichen Lebensverhältnisse der zypriotischen Enklavenbevölkerung wird durch die Senkung ihrer Anzahl nach der türkischen Invasion 1974 erwiesen. Im Juli dieses Jahres war die Anzahl der griechisch-zypriotischen Bevölkerung in den Gebieten, welche jetzt von der türkischen Armee besetzt werden, 162.000 Personen. Nach der Vollendung der zweiten Phase der türkischen Invasion wurden im August 1974 142.000 Zyprioten vertrieben oder zu fliehen gezwungen. Nur 20.000 Personen sind dageblieben, vor allem auf der Halbinsel Karpas (laut dem Bericht S/11488 des UN-Generalsekretärs für den Sicherheitsrat vom 4. September 1974). Während der nächsten vier Monate wurden 5.000 Personen zum Fliehen gezwungen, was als Folge eine Reduktion der griechisch-zypriotischen Bevölkerung auf den besetzten Gebieten von 91% hatte (Bericht S/11568, 6. Dezember 1974, para. 43). Daher ist die gesamte Anzahl der Zyprioten, welche von ihren Häusern vertrieben wurden, mehr als 160.000, was einem Drittel der gesamten Bevölkerung Zyperns im Jahre 1974 entspricht.

Die Verminderung ist umso bemerkenswerter in Anbetracht des Wiener Abkommens vom 2. August, 1975, wobei die türkische Seite sich verpflichtet hat, der Enklavenbevölkerung "jede Hilfe zu leisten, um ein normales Leben führen zu können, einschließlich der Einrichtungen für Bildung und Religionsausübung sowie für medizinische Versorgung von eigenen Ärtzten und Bewegungsfreiheit". In Wirklichkeit wurden die Zyprioten ständiger Belästigung unterzogen, einschließlich tätlicher Angriffe, Bewegungseinschränkungen, Verweigerung des Zugangs zur medizinischen Versorgung, Verweigerung von angemessenen Bildungseinrichtungen (vor allem nach der Grundstufe), Beschneidung ihres Rechtes auf Nutzung und Hinterlassung ihres Grundbesitzes and Einschränkung ihrer Bekenntisfreiheit in Kirchen und Klostern. Daher war alldies eine absichtliche Politik ethnischer Säuberung, welche die Enklavenbevölkerung dazu gezwungen hat, ihre Häuser zu verlassen, um die griechisch-zypriotische Bevölkerung auf Nordzypern auszurotten.

Die missliche Lage der zypriotischen Enklavenbevölkerung sowohl der Griechen als auch der Maroniten verbleibt trotz der Protesterklärungen und der Aufrufe der Regierung der Republik Zypern zur vollkommenen Umsetzung des 2. Wiener Abkommens. Die Türkei soll weitere Schritte zur Verbesserung der inakzeptablen Lebensverhältnisse der zypriotischen Enklavenbevölkerung im türkisch besetzten Teil von Zypern unternehmen. Die andauernde Verletzung der Menschenwürde der Enklavenbevölkerung – wie der Europäische Ausschuss für Menschenrechte befunden hat – ist eine Beleidigung der Würde aller Menschen.




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